Teresa Stadlober verpasste zum Abschluss der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina eine Medaille über 50 Kilometer im klassischen Stil. Die 33-jährige Salzburgerin belegte bei der olympischen Premiere dieser Distanz für Frauen Rang sechs. Gold sicherte sich die Schwedin Ebba Andersson vor der Norwegerin Heidi Weng, Bronze ging überraschend an die Schweizerin Nadja Kälin.
Bei strahlendem Sonnenschein in Tesero zeigte Stadlober ein engagiertes Rennen und lag lange auf Medaillenkurs. Bis kurz vor Schluss kämpfte sie in einer fünfköpfigen Gruppe um Bronze. Erst am letzten Anstieg, dem selektiven Zorzi-Anstieg, musste sie dem Tempo von Kälin Tribut zollen und abreißen lassen. Am Ende fehlten die entscheidenden Reserven.
„Ich brauche ein bisschen, um das zu verarbeiten. Es werden Tränen fließen“, sagte Stadlober. „Man hofft immer, dass es genau dieser Tag wird. Ich habe alles gegeben und nichts zurückgehalten. Die anderen waren heute besser.“ Trotz gesundheitlicher Einschränkungen habe sie sich nichts vorzuwerfen. Nach Bronze im Skiathlon von Peking verpasste sie diesmal eine weitere olympische Medaille knapp. Ob es ihr letzter Olympia-Auftritt war, ließ sie offen.
An der Spitze entwickelte sich früh ein Zweikampf. Andersson und Weng setzten sich bereits in der zweiten Runde entscheidend vom Feld ab. Auf der anspruchsvollen, siebenmal zu absolvierenden 7,2-Kilometer-Runde mit insgesamt 1.900 Höhenmetern baute das Duo seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach etwas mehr als 2:16 Stunden lief Andersson mit über zwei Minuten Vorsprung souverän ins Ziel und feierte ihr erstes olympisches Gold. Für die 28-Jährige war es die Krönung wechselhafter Spiele, nachdem sie in der Staffel noch durch einen Sturz Gold verlor.
Weng komplettierte mit Silber ihren Medaillensatz von Tesero, nachdem sie zuvor bereits Gold mit der Staffel und Bronze im Skiathlon gewann. Kälin hingegen sorgte für die große Überraschung. Die Schweizerin, die im Weltcup bislang nie auf einem Einzelpodest stand, holte sich mit einem starken Finish ihre erste olympische Einzelmedaille. Bereits im Teamsprint gewann sie Silber.
Das Rennen begann in hohem Tempo und zog das Feld rasch auseinander. Stadlober hielt zunächst in der Spitzengruppe mit, musste jedoch nach rund 27 Kilometern ihre Verfolgerinnen aufschließen lassen. Der Kampf um Bronze entwickelte sich zu einem taktisch geprägten Fünfkampf, inklusive unterschiedlicher Zeitpunkte beim Skiwechsel. Auf der Schlussrunde zeigte Kälin die größten Kraftreserven und setzte sich entscheidend ab.
ÖSV-Langlaufchef Alois Stadlober zog dennoch eine insgesamt positive Bilanz. Zwar blieb eine Medaille für das österreichische Team in Val di Fiemme aus, mehrere Top-Ten-Ergebnisse sorgten jedoch für Zufriedenheit. Für Teresa Stadlober blieb am Ende die Gewissheit, alles investiert zu haben, auch wenn der große Lohn diesmal ausblieb.
LANGLAUF, 50km klassisch Frauen:
GOLD: Ebba Andersson SWE
SILBER: Heidi Weng NOR
BRONZE: Nadja Kaelin SUI
weiters: 6.Teresa Stadlober
FREESTYLE, Halfpipe Frauen:
GOLD: Eileen Ailing Gu CHN
SILBER: Li Fanghui CHN
BRONZE: Zoe Atkin GBR
BOB, Vierer Männer:
GOLD: Johannes Lochner GER
SILBER: Francesco Friedrich GER
BRONZE: Michael Vogt SUI
weiters: 9.Markus Treichl, out: Jakob Mandlbauer
CURLING, Frauen:
GOLD: Schweden
SILBER: Schweiz
BRONZE: Kanada
EISHOCKEY, Männer:
GOLD: USA
SILBER: Kanada
BRONZE: Finnland
Medaillenspiegel Endstand nach 116 Bewerben:
1.Norwegen 18 12 11 41
2.USA 12 12 9 33
3.Niederlande 10 7 3 20
4.Italien 10 6 14 30
5.Deutschland 8 10 8 26
6.Frankreich 8 9 6 23
7.Schweden 8 6 4 18
8.Schweiz 6 9 8 23
9.Österreich 5 8 5 18
10.Japan 5 7 12 24
11.Kanada 5 6 10 21
12.China 5 4 6 15
13.Südkorea 3 4 3 10
14.Australien 3 2 1 6
15.Großbritannien 3 1 1 5
16.Tschechien 2 2 1 5
17.Slowenien 2 1 1 4
18.Spanien 1 0 2 3
19.Brasilien 1 0 0 1
20.Kasachstan 1 0 0 1
20.Polen 0 3 1 4
22.Neuseeland 0 2 1 3
23.Finnland 0 1 5 6
24.Lettland 0 1 1 2
25.Dänemark 0 1 0 1
25.Estland 0 1 0 1
25.Georgien 0 1 0 1
28.Bulgarien 0 0 2 2
29.Belgien 0 0 1 1
22.02.2026
TAG 15: Der norwegische Ausnahmeathlet Johannes Hosflot Klaebo schrieb bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo ein weiteres Kapitel Sportgeschichte. Mit seinem Sieg im 50-km-Massenstart im klassischen Stil sorgte der 29-Jährige für eine perfekte Olympia-Bilanz: Sechs Starts, sechs Goldmedaillen. Damit ist Klaebo der erste Wintersportler, dem dieses Kunststück bei einer einzigen Austragung gelang. Insgesamt hält er nun bei elf olympischen Goldmedaillen und baute seine Bestmarke weiter aus.
Auf der anspruchsvollen Strecke in Tesero setzte sich Klaebo nach 2:06:44,8 Stunden durch. Die Entscheidung fiel wenige hundert Meter vor dem Ziel am Zorzi-Hügel als der Norweger im direkten Duell mit Landsmann Martin Löwström Nyenget die entscheidende Attacke setzte. Mit einem explosiven Antritt ließ er seinen Konkurrenten stehen und lief souverän zu Gold. Bronze ging an Emil Iversen, damit war der norwegische Dreifachsieg perfekt. Es war bei diesen Spielen der dritte Sweep einer Nation. Schweden gelang dies im Langlauf-Sprint der Frauen und die deutschen Bobfahrer brachten im Zweierbob alle Athleten auf das Podium.
Bereits im Vorjahr hatte Klaebo bei der Weltmeisterschaft in Trondheim sämtliche Titel gewonnen. Dass ihm dieses Kunststück nun auch bei Olympischen Spielen gelang, bezeichnete er selbst als kaum fassbar. „Ich habe keine Ahnung, wie ich das geschafft habe. Es war ein hart erkämpfter Sieg“, sagte der 29-Jährige. Mental fühle er sich stärker als im vergangenen Jahr und verspüre mehr Freude auf der Strecke.
In der ewigen Bestenliste der erfolgreichsten Winterolympioniken liegt Klaebo nun klar vor seinen Landsleuten Marit Bjorgen, Ole Einar Bjorndalen und Bjorn Daehlie, die jeweils acht olympische Goldmedaillen gewannen.
Das 50-km-Rennen verlangte den Athleten alles ab. Siebenmal musste eine 7,5-Kilometer-Runde mit insgesamt 1.900 Höhenmetern absolviert werden. Bereits in der dritten Runde kam es zu einer Vorentscheidung. Die Mitfavoriten Iivo Niskanen und Harald Ostberg Amundsen mussten das Rennen vorzeitig aufgeben. In der Folge setzte sich ein Quintett ab, ehe nur noch das norwegische Trio das Tempo bestimmte. Übrigens nutzte keiner der drei Führenden die Möglichkeit zum einmaligen Skiwechsel. Vier Kilometer vor dem Ziel konnte Iversen die Tempoverschärfung nicht mehr mitgehen. Nyenget versuchte, Klaebo Paroli zu bieten, hatte dem finalen Antritt jedoch nichts mehr entgegenzusetzen. Neun Sekunden hinter dem Sieger erreichte er erschöpft das Ziel, während Iversen mit Bronze seine erste olympische Einzelmedaille bejubelte.
Zum Abschluss der Langlaufbewerbe steht noch das 50-km-Rennen der Frauen auf dem Programm, erstmals über diese Distanz bei Olympischen Spielen. Aus österreichischer Sicht zählt Teresa Stadlober zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidatinnen. Bei den Männern war im 50er niemand im Einsatz.
LANGLAUF, 50km klassisch Männer:
GOLD: Johannes Hösflot Klaebo NOR
SILBER: Martin Löwström Nyenget NOR
BRONZE: Emil Iversen NOR
FREESTYLE, Arials Mixed:
GOLD: Kuhn/Curran/Lillis USA
SILBER: Kozomara/Werner/Roth SUI
BRONZE: Mengtao Xu/Xindi Wang/Tianma Li CHN
FREESTYLE, Skicross Männer:
GOLD: Simone Deromedis ITA
SILBER: Federico Tomasoni ITA
BRONZE: Alex Fiva SUI
weiters: 11.Nicolas Lassnig, 20.Johannes Aujesky,
26.Adam Kappacher, 29.Christoph Danksagmüller
SKIBERGSTEIGEN, Mixed:
GOLD: Frankreich (Harrop, Anselmet)
SILBER: Schweiz (Fatton, Kistler)
BRONZE: Spanien (Alonso, Cardona)
weiters: 6.Österreich (Hiemer, Verbnjak)
BIATHLON, Massenstart Frauen:
GOLD: Oceane Michelon FRA
SILBER: Julia Simon FRA
BRONZE: Tereza Vobornikova CZE
weiters: 9.Anna Andexer, 26.Lisa Teresa Hauser
EISSCHNELLLAUF, Massenstart Frauen:
GOLD: Marijke Groenewoud NED
SILBER: Ivanie Blondin CAN
BRONZE: Mia Manganello USA
weiters: 8.Jeaninne Rosner, 25.Anna Molnar
EISSCHNELLLAUF, Massenstart Männer:
GOLD: Jorrit Bergsma NED
SILBER: Viktor Hald Thorup DEN
BRONZE: Andrea Giovannini ITA
weiters: 12.Gabriel Odor, 26.Alexander Farthofer
BOB, Zweier Frauen:
GOLD: Laura Nolte GER
SILBER: Lisa Buckwitz GER
BRONZE: Kaillie Armbruster Humphries USA
weiters: 9.Katrin Beierl, 24.Lea Haslwanter
CURLING, Männer:
GOLD: Kanada
SILBER: Großbritannien
BRONZE: Schweiz
21.02.2026
TAG 14: Biathlet Philipp Horn aus Deutschland verpasste bei den Olympischen Winterspielen eine Medaille im 15-Kilometer-Massenstart hauchdünn verpasst. Der 31-Jährige belegte nach einem dramatischen Rennverlauf Rang vier. Nur 9,9 Sekunden trennten ihn von Bronze. Gold und Silber gingen an Norwegen. Österreich war beim olympischen Massenstart nur Zuschauer.
Den Olympiasieg sicherte sich Johannes Dale-Skjevdal, der trotz zweier Schießfehler ohne Strafrunde blieb und in 39:17,1 Minuten triumphierte. Sein Landsmann Sturla Holm Laegreid gewann mit einem Fehler und 10,5 Sekunden Rückstand Silber. Bronze holte sich der Franzose Quentin Fillon Maillet, der Horn am letzten Anstieg noch abfing. Für bedeutete das die 17.Goldmedaille bei diesen Spielen und damit einen neuen Rekord an Goldmedaillen bei Winterspielen überhaupt.
Horn hatte nach einer Strafrunde im abschließenden Stehendschießen 6,3 Sekunden Vorsprung auf Fillon Maillet mit auf die Schlussrunde genommen. Doch am Anstieg zur Huber-Alm zog der laufstarke Franzose vorbei. „Arme, Beine, alles war verkrampft. Ich wollte dranbleiben, es ging einfach nicht“, sagte Horn enttäuscht. Mit der siebtbesten Laufzeit des Feldes hatte er dem stärksten Läufer des Tages letztlich nichts mehr entgegenzusetzen. Nach dem Rennen rang Horn sichtlich mit den Emotionen. „In jedem Weltcuprennen wäre ich jetzt wahrscheinlich sehr glücklich. Aber das war vermutlich mein letztes olympisches Rennen, meine letzte Chance auf eine Medaille“, sagte der Thüringer. Bereits im Staffelrennen war er mit dem Team Vierter geworden.
Im Rennen selbst hatte Horn lange Kurs auf Edelmetall gehalten. Beim ersten Liegendschießen blieben 19 Athleten fehlerfrei, darunter alle drei Deutschen. Der Franzose Emilien Jacquelin führte zunächst das Feld an. Nach einem Fehler im zweiten Anschlag übernahm kurzzeitig Tommaso Giacomel die Spitze, musste das Rennen jedoch wenig später aufgrund gesundheitlicher Probleme aufgeben. Horn blieb bis zum dritten Schießen ohne Fehler und ging nach dem ersten Stehendanschlag als Zweiter hinter Dale-Skjevdal auf die Strecke. Der Rückstand betrug 11,4 Sekunden, der Vorsprung auf Laegreid rund zehn Sekunden. Erst im finalen Schießen musste auch Horn in die Strafrunde. Es war der Moment, der am Ende entscheidend war.
Pro Nation dürfen nur vier Athleten im Massenstart antreten. Das Feld setzt sich aus den Top 15 des Weltcups sowie den erfolgreichsten Athleten der Spiele zusammen. Für Deutschland verliefen die Spiele im Biathlon enttäuschend. Nur die Bronezmedaille in der Mixed-Staffel blieb auf der Habenseite. Noch schlechter erwischte es aber Österreich. Nicht ein einziger Athlet schaffte es in den Massenstartbewerb. Gerade ein 24.Rang von Patrick Jakob im Einzel war die beste Platzierung. Sonst gab es kein einziges Top-30-Ergebnis.
BIATHLON, Massenstart Männer:
GOLD: Johannes Dale-Skjevdal NOR
SILBER: Sturla Holm Lagreid NOR
BRONZE: Quentin Fillon-Maillet FRA
FREESTYLE, Skicross Frauen:
GOLD: Daniela Maier GER
SILBER: Fanny Smith SUI
BRONZE: Sandra Näslund SWE
weiters: 9.Katrin Ofner, 17.Sonja Gigler,
22.Christina Födermayr
FREESTYLE, Aerials Männer:
GOLD: Wang Xindi CHN
SILBER: Noe Roth SUI
BRONZE: Li Tianma CHN
FREESTYLE, Halfpipe Männer:
GOLD: Alex Ferreira USA
SILBER: Henry Sildaru EST
BRONZE: Brendan MacKay CAN
weiters: 23.Sam Baumgartner
SHORTTRACK, 5000m Staffel Männer:
GOLD: Niederlande
SILBER: Südkorea
BRONZE: Italien
SHORTTTRACK, 1500m Frauen:
GOLD: Kim Gilli KOR
SILBER: Choi Minjeong KOR
BRONZE: Corinne Stoddard USA
EISSCHNELLLAUF, 1500m Frauen:
GOLD: Antoinette Rijpma-de Jong NED
SILBER: Ragne Wiklund NOR
BRONZE: Valerie Maltais CAN
weiters: 16.Jeaninne Rosner
20.02.2026
TAG 13: Die olympische Premiere im Skibergsteigen ging für Johanna Hiemer und Paul Verbnjak früher als erhofft. Beide Athleten des ÖSV schieden im Einzel-Sprint bereits im Vorlauf aus und verpassten damit das anvisierte Halbfinale der besten zwölf deutlich beziehungsweise knapp.
Hiemer belegte bei dichtem Schneefall in ihrem Lauf Rang fünf und wies im Ziel 13,47 Sekunden Rückstand auf. In der Gesamtwertung bedeutete das Rang 14 und damit das knappe Aus. Die Steirerin war stark gestartet und hielt zunächst Kontakt zur Spitze, verlor jedoch bei der anspruchsvollen Treppenpassage entscheidend Zeit. Probleme beim Befestigen der Ski am Rucksack sowie zwei Stolperer auf der Treppe kosteten wertvolle Sekunden und schließlich den Einzug ins Halbfinale. Die erste olympische Goldmedaille in der Geschichte des Skibergsteigens ging an die Schweizerin Marianne Fatton. Silber sicherte sich die Französin Emily Harrop, Bronze holte die Spanierin Ana Alonso Rodriguez.
Auch Verbnjak erwischte keinen guten Tag. Der 24-Jährige kam in seinem Vorlauf nicht über den sechsten und letzten Platz hinaus. Probleme beim Wechsel sowie Schnee, der an den Fellen haften blieb, bremsten ihn entscheidend ein. Mit mehr als 20 Sekunden Rückstand auf den spanischen Laufsieger Oriol Cardona Coll war das Halbfinale klar außer Reichweite. Cardona Coll sicherte sich später auch Gold. Silber ging an den unter neutraler Flagge startenden Russen Nikita Filippow, Bronze an den Franzosen Thibault Anselmet.
Für Spanien war es eine historische Medaille. Erst zum zweiten Mal gewann das Land Gold bei Olympischen Winterspielen. Zuvor war dies lediglich Francisco Fernández Ochoa gelungen, der 1972 in Sapporo Olympiasieger im Slalom geworden war.
Entsprechend groß war die Enttäuschung im österreichischen Lager. Hiemer sprach von einem sehr bitteren Rennen. Sie habe sich körperlich und mental stark gefühlt, doch mehrere ungewohnte Missgeschicke hätten den Wettkampf entschieden. Verbnjak bezeichnete seinen Auftritt als Tag zum Vergessen und ärgerte sich über die Probleme mit Material und Schnee.
Nun gilt der Fokus der Mixed-Staffel. Dort wollen Hiemer und Verbnjak ihre Stärken ausspielen und die verpatzte Sprint-Premiere vergessen machen. Zugute könnte dem österreichischen Duo kommen, dass am Samstag kein Sprint, sondern der Bewerb über die Langdistanz ausgetragen wird.
SKIBERGSTEIGEN, Sprint Frauen:
GOLD: Marianne Fatton SUI
SILBER: Emily Harrop FRA
BRONZE: Ana Alonso Rodriguez ESP
weiters: 14.Johanna Hiemer
SKIBERGSTEIGEN, Sprint Männer:
GOLD: Oriol Cardona Coll ESP
SILBER: Nikita Filipow AIN
BRONZE: Thibault Anselmet FRA
weiters: 17.Paul Verbnjak
NORDISCHE KOMBINATION, Teamsprint:
GOLD: Norwegen (Skoglund, J.L. Oftebro)
SILBER: Finnland (Hirvonen, Herola)
BRONZE: Österreich (S.Rettenegger, Lamparter)
EISSCHNELLLAUF, 1500m Männer:
GOLD: Zhongyan Ning CHN
SILBER: Jordan Stolz USA
BRONZE: Kjeld Nuis NED
weiters: 8.Gabriel Odor, 22.Alexander Farthofer
19.02.2026
TAG 12: Mikaela Shiffrin setzte bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo ein sportliches Ausrufezeichen und schrieb mit Slalom-Gold Geschichte. Zwölf Jahre nach ihrem ersten Olympiasieg in dieser Disziplin wiederholte die US-Amerikanerin ihren Triumph, ein Kunststück, das vor ihr noch keiner Athletin gelungen war. Nach ihrer Enttäuschung von Peking meldete sich die 29-Jährige eindrucksvoll zurück.
In ihrer Paradedisziplin ließ Shiffrin von Beginn an keinen Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen. Mit einem Vorsprung von 1,50 Sekunden verwies sie die Schweizer Weltmeisterin Camille Rast auf Rang zwei. Bronze ging an die Schwedin Anna Swenn-Larsson. Für Shiffrin war es nach Slalom-Gold und Riesentorlauf-Triumph 2018 die dritte olympische Goldmedaille ihrer Karriere.
„Es war schwierig, sich auf die richtigen Dinge zu konzentrieren“, sagte Shiffrin, die vor dem Rennen einen enormen Druck verspürte, da sie weder in der Teamkombination noch im Riesentorlauf ihre gewohnte Leistung abrufen konnte. Als sie im Ziel ankam, war sie leicht irritiert: „Zuerst konnte ich den Einser nicht sehen, daher wusste ich es nicht. Dann habe ich begonnen, es zu realisieren, obwohl ich es nicht glauben konnte“, fügte die dreifache Olympiasiegerin hinzu. Zugleich erinnerte sie an ihren verstorbenen Vater und betonte, dass ein Olympiasieg ohne geliebte Menschen an der Seite nicht derselbe sei.
Österreichs Läuferinnen gingen trotz starker Aufholjagd leer aus. Katharina Truppe verbesserte sich im zweiten Durchgang von Rang zehn auf Platz fünf. Am Ende fehlten ihr lediglich 29 Hundertstelsekunden auf eine Medaille. Unmittelbar dahinter klassierte sich Kombinations-Olympiasiegerin Katharina Huber als Sechste. Damit riss eine beeindruckende österreichische Serie. Seit 2006 hatte es im Frauen-Slalom stets zumindest eine Medaille gegeben.
Für Dramatik sorgten auch zwei prominente Ausfälle im zweiten Lauf. Die Deutsche Lena Dürr, nach dem ersten Durchgang Zweite, schied bereits am ersten Tor aus. Auch die Schwedin Cornelia Öhlund, zur Halbzeit Dritte, verpasste nach einem Fehler kurz vor dem Ziel eine Medaille.
Katharina Gallhuber blieb als 22. deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Niederösterreicherin zeigte sich im Ziel sichtlich enttäuscht und sprach von einem absolut miserablen Rennen. Olympiadebütantin Lisa Hörhager belegte Rang 25.
Für emotionale Momente sorgte das Comeback von Petra Vlhová. Die Olympiasiegerin von 2022 kehrte nach zweijähriger Verletzungspause infolge eines Kreuzbandrisses in den Spezialslalom zurück. Zwar spielte die Slowakin im Kampf um die Medaillen keine Rolle und wurde 20., doch der Jubel über ihre Rückkehr war groß. Sie habe das Renngefühl genossen, müsse jedoch noch hart arbeiten, um wieder ganz an der Spitze anzuknüpfen, sagte Vlhová.
Einen versöhnlichen Abschluss feierte die US-Amerikanerin Paula Moltzan. Nach einem schweren Fehler im ersten Lauf raste sie im Finale mit Bestzeit im zweiten Durchgang von Rang 28 noch auf Platz acht vor.
SKI ALPIN, Slalom Frauen:
GOLD: Mikaela Shiffrin USA
SILBER: Camille Rast SUI
BRONZE: Anna Swenn-Larsson SWE
weiters: 5.Katharina Truppe, 6.Katharina Huber,
22.Katharina Gallhuber, 25.Lisa Hörhager
BIATHLON, Staffel Frauen:
GOLD: Frankreich
SILBER: Schweden
BRONZE: Norwegen
weiters: 15.Österreich (Steiner, Gandler, Andexer, Hauser)
FREESTYLE, Snowboard Slopestyle Frauen:
GOLD: Mari Fukada JPN
SILBER: Zoi Zadowski Synnott NZL
BRONZE: Kokomo Murase JPN
weiters: 10.Anna Gasser, 17.Hanna Karrer
SNOWBOARD, Slopestyle Männer:
GOLD: Yiming Su CHN
SILBER: Taiga Hasegawa JPN
BRONZE: Jake Canter USA
weiters: 25.Clemens Millauer
LANGLAUF, Teamsprint Frauen:
GOLD: Schweden (Sundling, Dahlquist)
SILBER: Schweiz (Kälin, Fähndrich)
BRONZE: Deutschland (Gimmler, Rydzek)
weiters: 10.Österreich (Bucher, Scherz)
LANGLAUF, Teamsprint Männer:
GOLD: Norwegen (Hedegart, Kläbo)
SILBER: USA (Ogden, Schumacher)
BRONZE: Italien (Barp, Pellegrino)
weiters: 7.Österreich (Föttinger, Moser)
FREESTYLE, Aerials Frauen:
GOLD: Xu Mengtao CHN
SILBER: Danielle Scott AUS
BRONZE: Shao Qi CHN
SHORTTRACK, 500m Männer:
GOLD: Steven Dubois CAN
SILBER: Melle van´t Wout NED
BRONZE: Jens van´t Wout NED
SHORTTRACK, 3000m Staffel Frauen:
GOLD: Südkorea
SILBER: Italien
BRONZE: Kanada
18.02.2026
TAG 11: Matej Svancer schrieb bei den Olympischen Spielen in Norditalien Sportgeschichte. Der 21-Jährige gewann im Big-Air-Bewerb im Livigno Snow Park als erster österreichischer Skifreestyler eine olympische Medaille. In einem hochklassigen Finale sicherte sich der Salzburger am Dienstagabend Bronze. Gold ging an den Norweger Tormod Frostad mit 195,50 Punkten, Silber an den US-Amerikaner Mac Forehand, der auf 193,25 Zähler kam. Svancer erzielte nach drei spektakulären Sprüngen insgesamt 191,25 Punkte.
Bereits in der Qualifikation belegte Svancer mit 182,25 Punkten Rang zwei. Im Finale, das zu Beginn von kräftigem Schneefall begleitet wurde, startete er als Vorletzter. Sein erster Run, ein rückwärts angefahrener Tail Butter Triple Cork 1800 mit fünf vollen Drehungen, brachte ihm 91,75 Punkte und zunächst Platz fünf. Im zweiten Durchgang setzte Svancer ein Ausrufezeichen. Mit einem Left Hand Drag Triple Cork 1980, einem Trick, den zuvor noch kein Athlet im Wettkampf gezeigt hatte, erhielt er 95,25 Punkte und schob sich auf Rang drei vor. Zum Abschluss riskierte er alles und zeigte einen Switch Left Tail Butter Triple Cork 2160. Für den schwierigsten seiner Sprünge erhielt er 96,00 Punkte. Forehand konterte jedoch mit 98,25 Punkten und verteidigte damit Silber.
„Ich bin oben gestanden und hatte fix eine Medaille. Ich wollte natürlich ganz nach oben, also habe ich den schwersten Trick ausgepackt“, sagte Svancer. Es sei der beste Wettkampf gewesen, an dem er je teilgenommen habe. Besonders bemerkenswert war, dass er seiner gezeigten Tricks im Vorfeld gar nicht gezielt trainiert hatte. „Sie sind sehr kurzfristig entstanden, weil meine anderen nicht gereicht hätten oder andere sie schon gezeigt haben“, sagte der 21-Jährige, der selbst überrascht war, beide Sprünge sicher zu landen.
Auch im österreichischen Lager war die Freude groß. ÖSV-Cheftrainer Martin Premstaller sprach von einem historischen Moment: „Es ist die erste österreichische Medaille im Freeskiing. Das macht mich fast sprachlos.“
Johannes Lamparter gewann bei den Olympischen Spielen auch im Großschanzen-Einzel der Nordischen Kombination Silber. Nach Rang zwei von der Normalschanze lief der 24-jährige Tiroler am Dienstag erneut auf Platz zwei und bestätigte damit seine starke Form.
Gold sicherte sich wie schon im ersten Bewerb der Norweger Jens Luraas Oftebro, der sich damit zum Doppelolympiasieger krönte. Bronze ging an den Finnen Ilkka Herola. Lamparter musste sich nach zehn Kilometern in der Loipe nur Oftebro geschlagen geben, der im vorletzten Anstieg entscheidend attackierte und 5,9 Sekunden Vorsprung bis ins Ziel herauslief.
„Ich bin sehr zufrieden, man arbeitet den ganzen Sommer darauf hin, dass der Körper und auch der Geist in der Verfassung sind. Von dem her wäre es sinnlos, wenn ich mich über Silber ärgern täte“, sagte Lamparter. Zwar sei die erste Medaille emotionaler gewesen, doch zwei zweite Plätze bei Olympischen Spielen seien alles andere als selbstverständlich. „Man gewinnt nicht jeden Tag Medaillen.“
Mit seiner zweiten Silbermedaille hat Lamparter auch ein persönliches Versprechen eingelöst. Nach zwei vierten Plätzen bei den Spielen 2022 wollte er diesmal unbedingt Edelmetall holen. „Wenn man eine Medaille umhängen kann und es klappert, weil Medaille an Medaille zusammenschlägt, ist das immer ein Zeichen, dass man erfolgreich war“, zog er zufrieden Bilanz.
Auch die anderenen beiden Österreicher holten passable Resultate. Stefan Rettenegger lief auf Rang acht, sein Bruder Thomas Rettenegger wurde Elfter. Beide haderten jedoch mit ihren Sprungleistungen.
FREESTYLE, Big Air Männer:
GOLD: Tormod Frostad NOR
SILBER: Mac Forehand USA
BRONZE: Matej Svancer
weiters: 18.Julius Forer
NORDISCHE KOMBINATION, Großschanze + 10km:
GOLD: Jens Luraas Oftebro NOR
SILBER: Johannes Lamparter
BRONZE: Ilkka Herola FIN
weiters: 8.Stefan Rettenegger, 11.Thomas Rettenegger
BIATHLON, Staffel Männer:
GOLD: Frankreich
SILBER: Norwegen
BRONZE: Schweden
weiters: 10.Österreich
EISSCHNELLLAUF, Teamverfolgung Männer:
GOLD: Italien
SILBER: USA
BRONZE: China
EISSCHNELLLAUF, Teamverfolgung Frauen:
GOLD: Kanada
SILBER: Niederlande
BRONZE: Japan
BOB, Zweier Männer:
GOLD: Johannes Lochner GER
SILBER: Francesco Friedrich GER
BRONZE: Adam Ammour GER
weiters: 9.Markus Treichl, 21.Jakob Mandlbauer
17.02.2026
TAG 10: Österreichs Skispringer meldeten sich bei den Winterspielen in Norditalien mit einer Goldmedaille im Superteam-Bewerb eindrucksvoll zurück. Jan Hörl und Stephan Embacher nutzten am Montag die letzte Chance auf Edelmetall und sicherten dem ÖSV in dominanter Manier Rang eins. Der Bewerb musste aufgrund heftiger Wetterkapriolen vorzeitig abgebrochen werden, gewertet wurde der Stand nach dem zweiten Durchgang.
Von Beginn an präsentierten sich die beiden ÖSV-Adler in bestechender Form. Hörl eröffnete mit einem Sprung auf 137,5 Meter und brachte Österreich früh in Führung. Olympiadebütant Embacher legte mit 132 Metern nach und verteidigte die Spitzenposition. Auch im zweiten Durchgang hielten die beiden dem Druck stand. Hörl kam bei schwierigen Seitenwindbedingungen auf 128 Meter, ehe Embacher mit 139 Metern die Tageshöchstweite erzielte und den Vorsprung auf komfortable 21,4 Punkte ausbaute.
Silber ging an das polnische Duo Pawel Wasek und Kacper Tomasiak, Bronze sicherten sich die Norweger Johann Andre Forfang und Kristoffer Eriksen Sundal, nur 0,3 Punkte vor Deutschland.
Für zusätzliche Dramatik sorgte das Wetter im dritten Durchgang. Nachdem Hörl mit erneut 137,5 Metern die Führung weiter gefestigt hatte, setzte starker Schneefall ein. Mehrere Athleten mussten lange auf ihren Einsatz warten, ehe die Jury den Bewerb schließlich abbrach. Zu diesem Zeitpunkt saß Embacher bereits eingehüllt in eine Decke im Auslauf und wartete auf seinen Sprung, der nicht mehr stattfinden sollte. Erst mit Verzögerung wurde die Entscheidung offiziell bekanntgegeben.
Mit dem Sieg hält das österreichische Team nun bei insgesamt 15 Medaillen bei diesen Spielen. Nach einer zunächst durchwachsenen Bilanz für die Skispringer bedeutete der Triumph im neuen Superteam-Format, das das klassische Mannschaftsspringen ersetzt, einen versöhnlichen Abschluss. Bereits im Weltcup hatte das Duo in Zakopane in dieser Disziplin überzeugt.
Entsprechend groß war die Erleichterung im Lager der Österreicher. Hörl sprach von einem unglaublichen Tag und betonte, man sei von Beginn an mit dem klaren Ziel angetreten, um Gold zu kämpfen. Auch Embacher zeigte sich überwältigt und betonte, er habe sich einen Kindheitstraum erfüllt. Cheftrainer Andreas Widhölzl hob die geschlossene Teamleistung hervor und zeigte sich erleichtert über den gelungenen Abschluss der Wettkämpfe.
SKISPRINGEN, Superteam Männer:
GOLD: Österreich (Hörl, Embacher)
SILBER: Polen (Wasek, Tomasiak)
BRONZE: Norwegen (Forfang, Sundal)
BOB, Mono Frauen:
GOLD: Elana Meyers Taylor USA
SILBER: Laura Nolte GER
BRONZE: Kaillie Armbruster-Humphries USA
weiters: Aufgabe Katrin Beierl
FREESTYLE, Big Air Frauen:
GOLD: Megan Oldham CAN
SILBER: Gu Ailing Eileen CHN
BRONZE: Flora Tabanelli ITA
weiters: 5.Lara Wolf
EISKUNSTLAUF, Paare:
GOLD: Miura/Kihara JPN
SILBER: Metelkina/Berulawa GEO
BRONZE: Hase/Volodin GER
SKI ALPIN, Slalom Männer:
GOLD: Loic Meillard SUI
SILBER: Fabio Gstrein
BRONZE: Henrik Kristoffersen NOR
weiters: 8.Michael Matt, 10.Marco Schwarz,
DNF Manuel Feller
SHORTTRACK, 1000m Frauen:
GOLD: Xandra Velzeboer NED
SILBER: Courtney Sarault CAN
BRONZE: Kim Gil-Li KOR
16.02.2026
TAG 9: Der Traum von Julia Scheib von einer olympischen Medaille im Riesentorlauf in Cortina d´Ampezzo erfüllte sich nicht. Österreich muss damit auch nach den Winterspielen 2026 weiter auf eine Olympiasiegerin in dieser Disziplin warten. In einem turbulenten Rennen fehlten der Steirerin am Ende lediglich sieben Hundertstelsekunden auf Silber.
Gold sicherte sich einmal mehr Federica Brignone. Die 35-jährige Italienerin, die bereits im Super-G triumphierte, krönte sich bei ihren Heimspielen endgültig zum Star der Spiele. Nach Bestzeit im ersten Durchgang reichte ihr im Finale die 14. Laufzeit, um sich mit insgesamt 0,62 Sekunden Vorsprung durchzusetzen. Silber ging ex aequo an Sara Hector und Thea Louise Stjernesund, die in beiden Läufen exakt identische Zeiten erzielten.
Scheib musste sich mit Rang fünf begnügen. Nach einem verpatzten ersten Durchgang lag sie zur Halbzeit 1,13 Sekunden hinter Brignone zurück. Im zweiten Lauf zeigte die 27-Jährige jedoch vollen Einsatz, arbeitete sich von Rang elf um sechs Plätze nach vorne und lag im unteren Streckenteil zwischenzeitlich klar auf Medaillenkurs. Ein Fehler im Finish kostete jedoch entscheidend Zeit. Im Ziel fehlten ihr nur 0,02 Sekunden auf die Führung. „Ich wollte im Ziel vorne sein“, sagte eine sichtlich enttäuschte Scheib. Den Grund für das verpasste Podest machte sie vor allem im ersten Lauf aus, in dem sie beim Zielsprung Zeit liegen ließ. Knapp vor Scheib landete die Italienerin Lara Della Mea auf Rang vier. Sie verbesserte sich im Finale um elf Positionen und verpasste Silber um nur fünf Hundertstelsekunden. Zur Halbzeit noch aussichtsreich gelegen, fielen unter anderem Lara Colturi, Lena Dürr und Sofia Goggia im selektiven zweiten Durchgang zurück.
Aus österreichischer Sicht durfte sich Nina Astner zumindest über ihr erstes olympisches Resultat freuen. Die Tirolerin belegte nach Rang 16 im ersten Lauf am Ende Platz 18. Ohne zählbares Ergebnis blieben hingegen Stephanie Brunner und Lisa Hörhager. Brunner schied nach Rang 20 im ersten Durchgang im Finale früh aus, auch Hörhager kam im zweiten Lauf nicht ins Ziel. Brunner schaffte dennoch ein Kuriosum. Sie kam bei vier Olympiastarts nie ins Ziel, schaffte aber trotzdem eine Medaille. 2018 in Pyeongchang kam sie als Ersatzfahrerin bei Österreichs zweitem Platz im Teambewerb nicht zum Einsatz, bekam aber als offizielle Teilnehmerin der österreichischen Mannschaft Silber überreicht.
SKI ALPIN, Riesentorlauf Frauen:
GOLD: Federica Brignone ITA
SILBER: Thea Louise Sternesund NOR
SILBER: Sara Hector SWE
weiters: 5.Juia Scheib, 18.Nina Astner,
DNF Stephanie Brunner, Lisa Hörhager
BIATHLON, Verfolgung Frauen:
GOLD: Lisa Vitozzi ITA
SILBER: Maren Kirkeeide NOR
BRONZE: Suvi Minkkinen FIN
weiters: 21.Anna Andexer, 29.Lisa Teresa Hauser,
30.Anna Gandler
FREESTYLE, Double Moguls Männer:
GOLD: Mikael Kingsbury CAN
SILBER: Ikuma Horishima JPN
BRONZE: Matt Graham AUS
LANGLAUF, Staffel Männer:
GOLD: Norwegen
SILBER: Frankreich
BRONZE: Italien
SNOWBOARD, Cross Mixed:
GOLD: Nightingale/Bankes GBR
SILBER: Sommeriva/Moioli ITA
BRONZE: Bozzolo/Casta FRA
weiters: 9.Dusek/Zerkhold
BIATHLON, Verfolgung Männer;
GOLD: Martin Ponsiluoma SWE
SILBER: Sturla Holm Lagreid NOR
BRONZE: Emilien Jaquelin FRA
weiters: 36.Simon Eder, 37.Fabian Müllauer,
55.Patrick Jakob
EISSCHNELLLAUF, 500m Frauen:
GOLD: Femke Kok NED
SILBER: Jutta Leerdam NED
BRONZE: Miho Takagi JPN
SKELETON, Mixed:
GOLD: Stoecker/Weston GBR
SILBER: Kreher/Jungk GER
BRONZE: Pfeifer/Grotheer GER
weiters: 9.Flock/Maier
SKISPRINGEN, Großschanze Frauen:
GOLD: Anna Odine Ström NOR
SILBER: Eirin Maria Kvandal NOR
BRONZE: Nika Prevc SLO
weiters: 7.Lisa Eder, 18.Lisa Hirner,
22.Julia Mühlbacher, 37.Maghan Wadzak
15.02.2026
TAG 8: Janine Flock sicherte sich am Samstag im Sliding Centre von Cortina d’Ampezzo die Goldmedaille im Skeleton und krönte damit ihre Karriere bei ihren vierten und letzten Winterspielen und überwand acht Jahre nach der Enttäuschung in Pyeongchang (damals Platz vier) ihr olympisches Trauma eindrucksvoll.
Nach zwei Läufen hatte Flock hauchdünne vier Hundertstelsekunden Vorsprung. Am Entscheidungstag zeigte sie jedoch Nervenstärke: Mit zwei weiteren Laufbestzeiten baute sie ihren Vorsprung souverän aus. Am Ende verwies sie die Deutschen Susanne Kreher (+0,30 Sek.) und Jacqueline Pfeifer (+0,44 Sek.) auf die Plätze zwei und drei. Für Österreich bedeutete der Triumph die vierte Goldmedaille bei diesen Spielen in Norditalien sowie die insgesamt 13. Goldene.
„Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte Flock überglücklich. Die vergangenen Jahre seien von Erfolgen, aber auch von Verletzungen und Umorientierungen geprägt gewesen. „Das hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin“, sagte die 36-Jährige, die sich bereits im November in starker Verfassung gefühlt habe. Besonders betonte sie die Bedeutung ihres Teams: „Es müssen so viele Teile passen. Jeder Einzelne hat einen super Job gemacht.“ Mit 36 Jahren, sechs Monaten und 20 Tagen ist Flock nun die älteste österreichische Olympiasiegerin bei Winterspielen. Zudem schrieb sie nationale Skeleton-Geschichte. Erst zum zweiten Mal überhaupt gewann Österreich eine Olympiamedaille in dieser Disziplin. Zuvor hatte Martin Rettl bei den Olympische Winterspiele 2002 in Salt Lake City Silber geholt. Den Grundstein für ihren Erfolg legte Flock im dritten Lauf. Während sie mit 57,26 Sekunden exakt ihre Zeit aus dem zweiten Heat wiederholte, unterliefen der Konkurrenz entscheidende Fehler. Kreher verlor im Mittelteil wertvolle Hundertstel, auch ihre Teamkolleginnen Hannah Neise und Jaqueline Pfeifer patzten. Damit war der Weg zu Gold geebnet.
Der Triumph ist auch eine persönliche Genugtuung. 2018 in Pyeongchang hatte Flock nach drei Führungs-Läufen im Finale die Medaille noch aus der Hand gegeben und war auf Rang vier zurückgefallen. Zwei Hundertstel fehlten damals auf Bronze. Auch bei den Olympische Winterspiele 2022 verlief es mit Platz zehn enttäuschend. Zudem hatte sie im Vorfeld mit gesundheitlichen Rückschlägen wie einer Gehirnerschütterung und Rückenproblemen zu kämpfen.
In Cortina jedoch präsentierte sich Flock topfit und technisch überlegen, insbesondere in den unteren Bahnabschnitten „Cristallo“ und „Tofana“. Mit ihrem konzentrierten Auftritt und drei Bestzeiten in vier Läufen machte sie schließlich alles klar und durfte am Ende ernten, wofür sie jahrelang gearbeitet hatte.
SKELETON, Frauen:
GOLD: Janine Flock
SILBER: Susanne Kreher GER
BRONZE: Jaqueline Pfeifer GER
SKI ALPIN, Riesentorlauf Männer:
GOLD: Lucas Pinheiro Braathen BRA
SILBER: Marco Odermatt SUI
BRONZE: Loic Meillard SUI
weiters: 8.Stefan Brennsteiner, 9.Marco Schwarz,
16.Patrick Feurstein, 19.Raphael Haaser
SKISPRINGEN, Großschanze Männer:
GOLD: Domen Prevc SLO
SILBER: Ren Nikaido JPN
BRONZE: Kacper Tomasiak POL
weiters: 5.Jan Hörl, 7.Stefan Embacher,
36.Stefan Kraft, DSQ Daniel Tschofenig
EISSCHNELLLAUF, 500m Männer:
GOLD: Jordan Stolz USA
SILBER: Jenning de Boo NED
BRONZE: Laurent Dubreuil CAN
weiters: 29.Ignaz Gschwentner
BIATHLON, Sprint Frauen:
GOLD: Maren Kirkeeide NOR
SILBER: Oceane Michelon FRA
BRONZE: Lou Jeanmonnot FRA
weiters: 9.Anna Andexer, 40.Liss Teresa Hauser,
32.Anna Gandler, 75.Anna Juppe
SHORTTRACK, 1500m Männer:
GOLD: Jens van´t Wout NED
SILBER: Hwang Daeheon KOR
BRONZE: Robert Kruzbergs LAT
weiters: 13.Nicolas Andermann
LANGLAUF, Staffel Frauen:
GOLD: Norwegen
SILBER: Schweden
BRONZE: Finnland
weiters: 10.Österreich (Stadlober, Bucher, Brudermann, Achleitner)
FREESTYLE, Double Moguls Frauen:
GOLD: Jakara Anthony AUS
SILBER: Jaelin Kauf USA
BRONZE: Elizabeth Lemley USA
weiters: 10.Avital Carroll, 27.Katharina Ramsauer
14.02.2026
TAG 7: Langlauf Superstar Johannes Hösflot Kläbo stellte bei den Olympischen Winterspielen 2026 seine Ausnahmestellung einmal mehr unter Beweis. Der 29-jährige Norweger gewann am Freitag in Tesero das 10-km-Rennen in der freien Technik mit Einzelstart und sicherte sich damit bereits sein achtes Olympiagold. Es war zugleich sein dritter Triumph bei den laufenden Spielen.
Silber ging an den Franzosen Mathis Desloges, Bronze an Kläbos Landsmann Einar Hedegart. Die beiden Österreicher Benjamin Moser und Mika Vermeulen blieben bei frühlingshaften Bedingungen ohne Spitzenresultat.
Mit seinem achten Olympiasieg schloss Kläbo zu den norwegischen Wintersportlegenden Marit Björgen, Ole Einar Björndalen und Björn Dählie auf, die ebenfalls jeweils acht Goldmedaillen bei Winterspielen gewannen. Alle drei rangieren in der ewigen Bestenliste aufgrund zusätzlicher Silbermedaillen noch vor Kläbo, doch dem Dominator von Tesero bieten sich in der Staffel, im Teamsprint und über 50 Kilometer klassisch noch weitere Chancen auf Edelmetall.
In einem taktisch klug eingeteilten Rennen bewies Kläbo einmal mehr seine Klasse. Obwohl er als einer der Favoriten früh auf die Loipe gegangen war und damit ohne direkte Orientierung an Zwischenzeiten antreten musste, setzte er sich am Ende durch. „Ich habe heute Geschichte für mich selbst geschrieben“, sagte der Norweger nach seinem ersten Olympiasieg über 10 Kilometer Skating mit Einzelstart. Lange Zeit hatte es nach einem Triumph Hedegarts ausgesehen. Der 24-Jährige lag bis kurz vor Schluss in Führung, musste auf der letzten Runde jedoch dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Kläbo hingegen hatte seine Kräfte besser eingeteilt und zog entscheidend davon. Für Hedegart bedeutete Bronze die erste Medaille bei einem Großereignis. Desloges bestätigte mit Silber nach Rang zwei im Skiathlon seine starke Form.
Aus österreichischer Sicht verlief das Rennen enttäuschend. Benjamin Moser belegte als 26. Platz bester Österreicher, nur knapp vor Mika Vermeulen auf Rang 27. Moser zeigte sich mit seiner Leistung nur bedingt zufrieden, sprach aber von guten äußeren Bedingungen und einer starken Atmosphäre entlang der Strecke. Vermeulen hingegen haderte deutlich. Nach Platz 41 im Skiathlon blieb der in Norwegen lebende Ramsauer auch über zehn Kilometer klar hinter seinen Erwartungen zurück. Der 25-Jährige, der mit Medaillenambitionen ins Fleimstal gereist war, kämpft zudem mit gesundheitlichen Problemen. Ein Start über 50 Kilometer klassisch gilt derzeit als fraglich. Trotz der Enttäuschung betonte Vermeulen, dass man alles auf eine Karte gesetzt habe. Nun gelte es, die Ursachen für das Ausbleiben der erhofften Spitzenleistungen zu analysieren.
LANGLAUF, 10km Skating Männer:
GOLD: Johannes Hösflot Kläbo NOR
SILBER: Mathis Desloges FRA
BRONZE: Einar Hedegart NOR
weiters: 26.Benjamin Moser, 27.Mika Vermeulen
SNOWBOARD, Cross Frauen:
GOLD: Josie Baff AUS
SILBER: Eva Adamczykova CZE
BRONZE: Michela Moioli ITA
weiters: 5.Pia Zerkhold
BIATHLON, Sprint Männer:
GOLD: Quentin Fillon Maillet FRA
SILBER: Vetle Christiansen NOR
BRONZE: Sturla Holm Lagreid NOR
weiters: 39.Fabian Müllauer, 46.Simon Eder,
49.Patrick Jakob, 73.Dominic Unterweger
EISSCHNELLLAUF, 10000m Männer:
GOLD: Metodej Jilek CZE
SILBER: Wladimir Semirunniy POL
BRONZE: Jorrit Bergsma NED
EISKUNSTLAUF, Männer:
GOLD: Michail Schaidorow KAZ
SILBER: Yuma Kagiyama JPN
BRONZE: Shun Sato JPN
SKELETON, Männer:
GOLD: Matt Weston GBR
SILBER: Alex Jungk GER
BRONZE: Christopher Grotheer GER
weiters: 14.Samuel Maier, 17.Florian Auer
FREESTYLE, Snowboard Halfpipe Männer:
GOLD: Yuto Totsuka JPN
SILBER: Scotty James AUS
BRONZE: Ryusei Yamada JPN
weiters: 21.Florian Lechner
13.02.2026
TAG 6: Österreichs Snowboarder sorgten bei den Olympischen Winterspielen 2026 im Snowboardcross für einen weiteren Höhepunkt. Alessandro Hämmerleverteidigte seinen Olympiatitel und gewann in Livigno erneut Gold. Bronze ging an seinen Teamkollegen Jakob Dusek. Silber sicherte sich wie schon vor vier Jahren der Kanadier Eliot Grondin.
Das Finale im Snow Park von Livigno entwickelte sich zu einem dramatischen Showdown. Lange Zeit führte der Franzose Aidan Chollet das Feld an, ehe Grondin im Schlussteil das Tempo erhöhte und Hämmerle im Windschatten mitriss. Unmittelbar vor der Ziellinie setzte der Vorarlberger zum entscheidenden Manöver an und entschied das Rennen hauchdünn für sich. Nach einem Fotofinish brach bei Hämmerle und Dusek, der auf den letzten Metern noch an Chollet vorbeigezogen war, großer Jubel aus.
Mit diesem Erfolg bauten Österreichs Snowboarder ihre Medaillenbilanz weiter aus. Zuvor hatten bereits Benjamin Karl mit Gold im Parallel-Riesentorlauf und Sabine Payer mit Silber angeschrieben. Das ÖOC-Team hält damit nach sechs Wettkampftagen bei insgesamt zwölf Medaillen, darunter drei in Gold.
Hämmerle zeigte sich nach seinem Triumph überwältigt. Der 32-Jährige war in den Tagen vor dem Rennen gesundheitlich angeschlagen und fühlte sich auch am Wettkampftag nicht völlig fit. Umso größer war die Erleichterung über den neuerlichen Olympiasieg. Für Dusek bedeutete Bronze die erste Olympiamedaille seiner Karriere. Nach mehreren knapp verpassten Podestplätzen bei Großereignissen sprach der Niederösterreicher von einem durchbrochenen Teufelskreis. Noch im September hatte er sich bei einem Trainingsaufenthalt ausgerechnet in Livigno einen Kreuzbandriss zugezogen.
Der Weg ins Finale war für die beiden Medaillengewinner allerdings alles andere als einfach. Nach souveränen Auftritten im Achtelfinale musste Dusek im Viertelfinale zwischenzeitlich einen Rückstand aufholen, ehe er sich noch den Sieg in seinem Lauf sicherte. Hämmerle qualifizierte sich als Zweiter hinter Grondin für das Halbfinale. Dort lieferten sich beide Österreicher bei schwierigen Bedingungen mit Wind und eingeschränkter Sicht ein packendes Duell um die Finaltickets. Erst nach Fotofinish und Juryentscheid stand der Aufstieg fest, sehr zum Ärger des US-Amerikaners Nick Baumgartner und des Franzosen Jonas Chollet, die knapp ausschieden.
Für die übrigen österreichischen Starter endete der Bewerb hingegen frühzeitig. Olympiadebütant David Pickl belegte Rang 18, Routinier Lukas Pachner wurde 19. Für den 34-Jährigen waren es die dritten und zugleich letzten Winterspiele. Beide haderten im Anschluss mit ihren Leistungen, verwiesen jedoch auch auf schwierige Rennverläufe.
FREESTYLE, Moguls Männer:
GOLD: Cooper Woods AUS
SILBER: Mikael Kingsbury CAN
BRONZE: Ikuma Horishima JPN
SNOWBOARD, Cross Männer:
GOLD: Alessandro Hämmerle
SILBER: Eliot Grondin CAN
BRONZE: Jakob Dusek
weiters: 18.David Pickl, 19.Lukas Pachner
SKI ALPIN, Super-G Frauen:
GOLD: Federica Brignone ITA
SILBER: Romane Miradoli FRA
BRONZE: Cornelia Hütter
weiters: 4.Ariane Rädler,
DNF: Mirjam Puchner, Nina Ortlieb
LANGLAUF, 10km Skating Frauen:
GOLD: Frida Karlsson SWE
SILBER: Ebba Andersson SWE
BRONZE: Jessie Diggins USA
weiters: 7.Teresa Stadlober, 41.Katharina Brudermann,
55.Lisa Achleitner, 58.Magdalena Scherz
EISSCHNELLLAUF, 5000m Frauen:
GOLD: Francesca Lollobrigida ITA
SILBER: Merel Conijin NED
BRONZE: Ragne Wiklund NOR
FREESTYLE, Snowboard Halfpipe Frauen:
GOLD: Choi Gaon KOR
SILBER: Chloe Kim USA
BRONZE: Mitsuki Ono JPN
SHORTTRACK, 500m Frauen:
GOLD: Xander Velzeboer NED
SILBER: Arianna Fontana ITA
BRONZE: Courtney Sarault CAN
SHORTTRACK, 1000m Männer:
GOLD: Jens van´t Wout NED
SILBER: Sun Long CHN
BRONZE: Rim Jong-un KOR
RODELN, Teambewerb:
GOLD: Deutschland
SILBER: Österreich (Schulte, Müller, Egle/Kipp, Steu/Kindl)
BRONZE: Italien
12.02.2026
TAG 5: Österreichs Rodelteam zeigte bei den Olympischen Spielen 2026 in Cortina d’Ampezzo in den Doppelsitzerbewerben starke Leistungen und gewann zweimal Edelmetall. Selina Egle und Lara Kipp sorgten bei der olympischen Premiere des Doppels bei den Frauen für Bronze, Thomas Steu und Wolfgang Kindl legten wenig später mit Silber nach. Beide Goldmedaillen gingen an die italienischen Gastgeber.
In zwei hochdramatischen Entscheidungen fiel die Medaillenvergabe jeweils erst im zweiten Lauf. Steu/Kindl lagen nach dem ersten Durchgang lediglich drei Tausendstelsekunden hinter den führenden US-Amerikanern Marcus Mueller und Ansel Haugsjaa. Im Finale mussten sich die Österreicher nur den Italienern Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner geschlagen geben. Am Ende fehlten lediglich 68 Tausendstelsekunden auf Gold.
Bronze sicherten sich die deutschen Titelverteidiger Tobias Wendl und Tobias Arlt. Die nach dem ersten Lauf führenden US-Amerikaner fielen nach einem Fehler in der vorletzten Kurve noch auf Rang sechs zurück. Für das zweite österreichische Duo, Juri Gatt und Riccardo Schöpf, verlief die olympische Premiere hingegen enttäuschend. Nach schweren Fehlern in beiden Läufen blieb nur Platz elf.
„Extrem geil. Uns sind zwei super Läufe gelungen, wir haben alles aus uns rausgeholt“, sagte Steu nach dem Rennen. Die Italiener seien um wenige Hundertstel stärker gewesen. „Das akzeptieren wir, aber wir sind megahappy mit dem Ergebnis“, fügte Steu hinzu. Auch Kindl sprach von einem extrem spannenden und knappen Rennen in einem außergewöhnlich starken Feld.
Für beide Athleten ist es bereits die dritte olympische Medaille. Steu hatte 2022 mit Lorenz Koller Bronze gewonnen, Kindl holte im Einsitzer Silber und gemeinsam mit Steu Silber in der Team-Staffel. Für den 37-jährigen Tiroler war die Woche zudem eine ganz besondere. Seine Tochter kam am Montag zwei Monate zu früh zur Welt. Die Geburt verfolgte er per WhatsApp. Nur wenige Tage später durfte er über olympisches Silber jubeln.
Zuvor hatten Egle/Kipp bei der Premiere des Damen-Doppels dem Druck standgehalten und sich Bronze gesichert. Das österreichische Duo, das als Weltcup-Führende zu den Favoritinnen gezählt hatte, lag nach einem Fehler im ersten Lauf bereits deutlich zurück. Mit einem starken zweiten Durchgang sicherten sie aber die Bronzemedaille ab. Auf Gold fehlten 0,259 Sekunden. „Die Medaille bedeutet uns total viel“, sagte Egle. Nach dem Fehler im ersten Lauf sei klar gewesen, dass Gold kaum mehr erreichbar sei, umso wichtiger sei ein starker zweiter Durchgang gewesen. Auch Kipp zeigte sich überwältigt: „Olympia ist nur alle vier Jahre. Ich kann es gar nicht fassen.“
Der Sieg ging an die Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer, die vor Heimpublikum einen historischen Erfolg feierten. Sie verwiesen sie die Deutschen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina auf Platz zwei. Für Italien war es der erste Olympiasieg Frauenrodeln seit 1994, als Gerda Weißensteiner in Lillehammer triumphierte. Mit dem Doppelerfolg bei Damen und Herren erlebt Italien seine erfolgreichsten olympischen Rodelbewerbe seit 32 Jahren. Österreich hingegen darf sich nach zwei packenden Entscheidungen über eine kräftig aufgebesserte Medaillenbilanz freuen und blickt nun gespannt auf den abschließenden Teambewerb am Donnerstag.
NORDISCHE KOMBINATION, Normalschanze, 10km:
GOLD: Jens Luraas Oftebrö NOR
SILBER: Johannes Lamparter
BRONZE: Eero Hirvonen FIN
weiters: 4.Stefan Rettenegger, 9.Thomas Rettenegger
SKI ALPIN, Super-G Männer:
GOLD: Franjo von Allmen SUI
SILBER: Ryan Cochran-Siegle USA
BRONZE: Marco Odermatt SUI
weiters: 5.Raphael Haaser, 7.Vincent Kriechmayr,
14.Marco Schwarz, 21.Stefan Babinsky
FREESTYLE, Moguls Frauen:
GOLD: Elizabeth Lemley USA
SILBER: Jaelin Kauf USA
BRONZE: Perrine Laffont FRA
weiters: 7.Avital Carroll, 26.Katharina Ramsauer
BIATHLON, Einzel Frauen:
GOLD: Julia Simon FRA
SILBER: Lou Jeanmonnot FRA
BRONZE: Lora Hristowa BUL
weiters: 27.Lisa Teresa Hauser, 32.Anna Gandler,
44.Tamara Steiner, 62.Anna Andexer
RODELN, Doppelsitzer Frauen:
GOLD: Vötter/Oberhofer ITA
SILBER: Eitberger/Matschina GER
BRONZE: Egle/Kipp
RODELN, Doppelsitzer Männer:
GOLD: Rieder/Kainzwaldner ITA
SILBER: Steu/Kindl
BRONZE: Wendl/Arlt GER
weiters: 11.Gatt/Schöpf
EISSCHNELLLAUF, 1000m Männer:
GOLD: Jordan Stolz USA
SILBER: Jenning de Boo NED
BRONZE: Ning Zhongyan CHN
weiters: DSQ Gabriel Odor
EISKUNSTLAUF, Eistanz:
GOLD: Fournier B./Cizeron FRA
SILBER: Chock/Bates USA
BRONZE: Gilles/Poirier CAN
10.02.2026
TAG 4: Mit einer Riesensensation ist am Dienstag der zweite alpine Damenbewerb bei den Olympischen Winterspielen 2026 zu Ende gegangen. Nicht das hoch favorisierte US-Duo Mikaela Shiffrin und Breezy Johnson, sondern die Österreicherinnen Ariane Rädler und Katharina Huber sicherten sich auf der Tofana die Goldmedaille in der erstmals bei Olympischen Spielen ausgetragenen Teamkombination.
Rädler legte am Vormittag mit einer starken Abfahrt den Grundstein für den Triumph. Als Zweite fehlten ihr lediglich sechs Hundertstel auf die führende US-Amerikanerin Johnson. Im entscheidenden Slalom behielt Huber schließlich die Nerven und drehte das Rennen zugunsten der Österreicherinnen. Das deutsche Duo Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann musste sich um hauchdünne 0,05 Sekunden geschlagen geben und gewann Silber. Bronze ging an die US-Amerikanerinnen Jacqueline Wiles und Paula Moltzan. Shiffrin und Johnson rutschten nach einem verpatzten Slalom auf Rang vier zurück.
„Ich glaube, ich habe eine gute Abfahrt gezeigt. Bei Kathi hatte ich ein gutes Gefühl“, sagte eine überglückliche Rädler. „Dass es Gold geworden ist, habe ich noch gar nicht begriffen.“ Auch Huber sprach von einem unbeschreiblichen Moment. Sie sei extrem nervös gewesen, habe sich aber vorgenommen, ihre Leistung abzurufen. „Dass wir als Olympiasiegerinnen hier stehen, ist unglaublich“, sagte die Niederösterreicherin.
Shiffrin zeigte sich nach dem Rennen als faire Verliererin. Sie nahm das Ergebnis auf ihre Kappe und sagte, sie müsse sich besser auf die Bedingungen einstellen. Während sie und Johnson leer ausgingen, sorgten ihre Teamkolleginnen Wiles und Moltzan immerhin für Bronze für die USA.
Für Huber und Rädler bedeutet der Triumph den größten Erfolg ihrer Karriere. Beide waren im Weltcup bislang nur vereinzelt auf dem Podest gestanden. Huber hatte zwar bereits 2022 Team-Gold gewonnen, war damals jedoch ohne Einsatz geblieben. Nun standen die beiden selbst im Mittelpunkt und beendeten eine lange Durststrecke für Österreichs Skifahrerinnen: Zuletzt hatte Anna Veith 2014 im Super-G Olympia-Gold geholt.
Für einen emotionalen Moment sorgte Petra Vlhova. Die Slowakin kehrte zwei Jahre nach ihrer schweren Knieverletzung in den Rennzirkus zurück, schied jedoch im Slalom aus. Das Publikum bereitete der Olympiasiegerin von 2022 dennoch einen herzlichen Empfang.
Am Ende gehörte der Tag jedoch ganz den Österreicherinnen: Mit Mut, Nervenstärke und zwei starken Läufen schrieben Rädler und Huber ein neues Kapitel in der heimischen Ski-Geschichte.
SKI ALPIN, Teamkombination Frauen:
GOLD: Rädler/Huber
SILBER: Weidle-Winkelmann/Aicher GER
BRONZE: Wiles/Moltzan USA
weiters: 5.Hütter/Truppe, 7.Ortlieb/Gallhuber,
14.Puchner/Hörhager
FREESTYLE, Slopestyle Männer:
GOLD: Birk Ruud NOR
SILBER: Alex Hall USA
BRONZE: Luca Harrington NZL
weiters: 7.Matej Svancer
LANGLAUF, Sprint Frauen:
GOLD: Linn Svahn SWE
SILBER: Jonna Sundling SWE
BRONZE: Maja Dahlquist SWE
weiters: 29.Heidi Bucher, 35.Magdalena Scherz
LANGLAUF, Sprint Männer:
GOLD: Johannes Hösflot Kläbo NOR
SILBER: Ben Ogden USA
BRONZE: Oskar Opstad Vike NOR
weiters: 33.Benjamin Moser, 46.Michael Föttinger
SHORTTRACK, Mixedstaffel:
GOLD: Italien
SILBER: Kanada
BRONZE: Belgien
BIATHLON, Einzel Männer:
GOLD: Johan-Olav Botn NOR
SILBER: Eric Perrot FRA
BRONZE: Sturla Holm Lagreid NOR
weiters: 24.Patrick Jakob, 32.Dominic Unterweger,
34.Simon Eder, 73.Fabian Müllauer
RODELN, Einsitzer Frauen:
GOLD: Julia Taubitz GER
SILBER: Elina Bota LAT
BRONZE: Ashley Farquharson USA
weiters: 7.Lisa Schulte, 11.Hannah Prock,
11.Dorothea Schwarz
CURLING, Mixed:
GOLD: Schweden
SILBER: USA
BRONZE: Italien
SKISPRINGEN, Mixed-Team:
GOLD: Slowenien
SILBER: Norwegen
BRONZE: Japan
weiters: 5.Österreich (Eder, Hörl, Mühlbacher, Embacher)
10.02.2026
TAG 3: Mit einer beeindruckenden Aufholjagd haben Vincent Kriechmayr und Manuel Feller Österreich die erste alpine Medaille bei den 25. Olympischen Winterspielen beschert. In der erstmals ausgetragenen Team-Kombination der Männer sicherte sich das Duo sensationell Silber. Der Sieg ging an das Schweizer Team Franjo von Allmen/Tanguy Nef, während Topfavorit Schweiz 1 mit Marco Odermatt und Loïc Meillard Silber holte. Österreich lag mit 0,99 Sekunden Rückstand gleichauf mit den Eidgenossen.
Nach der Abfahrt hatte es für Rot-Weiß-Rot eher weniger optimal ausgesehen. Kriechmayr belegte lediglich Rang sieben und übergab mit 1,25 Sekunden Rückstand auf den führenden Italiener Giovanni Franzoni an Feller. Auch die weiteren österreichischen Teams lagen deutlich zurück: Raphael Haaser und Daniel Hemetsberger waren ex aequo Achte (+1,27sec), Stefan Babinsky folgte als Zehnter (+1,30sec).
Im entscheidenden Slalom entwickelte sich bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen vor rund 6000 Zuschauern ein hochspannendes Finale. Fabio Gstrein legte solide vor, Marco Schwarz konnte nicht entscheidend zulegen, ehe Michael Matt zwischenzeitlich die Bestzeit hielt. Kurz darauf setzte sich Feller mit einem engagierten Lauf um drei Hundertstel an die Spitze und brachte damit die Konkurrenz unter Druck.
Hochkarätige Slalomläufer wie Clément Noël, Tommaso Sala oder Daniel Yule bissen sich am flachen Kurs im Zielbereich der Stelvio die Zähne aus. Tanguy Nef gelang zwar ein fehlerfreier Lauf und sicherte der Schweiz 2 souverän Gold, doch weder Loïc Meillard noch die übrigen Favoriten konnten Fellers Zeit unterbieten. Als schließlich Italiens Alex Vinatzer die Führung seines Teamkollegen Franzoni nicht verteidigen konnte, war klar: Österreich hatte eine Medaille sicher.
„Ich habe gewusst, dass ich gut drauf bin“, sagte Feller. „Nach der Abfahrt von Vinc war es nicht mehr in Reichweite, aber dadurch hatte ich keinen Druck“, fügte der Tiroler hinzu. Kriechmayr, der bei seinem dritten Olympiaantritt erstmals Edelmetall gewann, zeigte sich selbstkritisch: „Schlecht ist ein netter Ausdruck. Die letzten Kurven waren Kacke. Bei großen Rennen musst du es auf den Punkt bringen.“ Gleichzeitig bedankte er sich bei seinem Teamkollegen: „Danke Manu, vü Fett’n g’habt.“ Feller entgegnete: „Die Medaille gehört zur Hälfte dem Vinc, wir sind ein Team.“
Knapp an Edelmetall vorbei schrammten Haaser und Michael Matt, die als Vierte lediglich drei Hundertstel auf Bronze fehlten. Babinsky/Gstrein belegten Rang acht, Hemetsberger/Schwarz wurden Elfte.
SKI ALPIN, Teamkombination Männer:
GOLD: Von Allmen/Nef SUI
SILBER: Kriechmayr/Feller
SILBER: Odermatt/Meillard SUI
weiters: 4.Haaser/Matt, 8.Babinsky/Gstrein,
11.Hemetsberger/Schwarz
SKISPRINGEN, Normalschanze Männer:
GOLD: Philipp Raimand GER
SILBER: Kacper Tomasiak POL
BRONZE: Ren Nikaido JPN
BRONZE: Gregor Deschwanden SUI
weiters: 7.Stefan Embacher, 11.Jan Hörl,
15.Daniel Tschofenig, 27.Stefan Kraft
FREESTYLE, Slopestyle Ski Frauen:
GOLD: Mathilde Gremaud SUI
SILBER: Gu Ailing Eileen CHN
BRONZE: Megan Oldham CAN
weiters: Lara Wolf
FREESTYLE, Snowboard Big Air Frauen:
GOLD: Kokomo Murase JPN
SILBER: Zoi Sadowski Synnott NZL
BRONZE: Yu Seung-Eun KOR
weiters: 8.Anna Gasser, 12.Hanna Karrer
EISSCHNELLLAUF, 1000m Frauen:
GOLD: Jutta Leerdam NED
SILBER: Femke Kok NED
BRONZE: Miho Takagi JPN
weiters: 24.Vanessa Herzog
09.02.2026
TAG 2: Breezy Johnson kürte sich zur Olympiasiegerin in der Abfahrt. Die amtierende Weltmeisterin gewann am Sonntag auf der Tofana in Cortina d’Ampezzo in einem hochspannenden Hundertstelkrimi die Goldmedaille. Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz ihrer US-Teamkollegin Lindsey Vonn. Für Österreichs Cornelia Hütter blieb als beste Läuferin nur der undankbare vierte Platz.
Bei nahezu perfekten äußeren Bedingungen mit Sonnenschein und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt bestätigte Johnson ihre starke Form. Die 30-Jährige setzte vor allem im unteren Streckenabschnitt ein Ausrufezeichen und verteidigte ihre Trainingsbestzeit im Rennen. Am Ende lag sie lediglich vier Hundertstel vor der Deutschen Emma Aicher, die tatsächlich noch Chancen auf vier weitere Medaillen hat. Bronze ging an die italienische Lokalmatadorin Sofia Goggia.
Cornelia Hütter verpasste Bronze um 27 Hundertstel und belegte gemeinsam mit der US-Amerikanerin Jacqueline Wiles Rang vier. Ariane Rädler wurde als zweitbeste Österreicherin Achte, Mirjam Puchner landete nach einer fehlerhaften Fahrt auf Platz elf. Nina Ortlieb stürzte in einer Linkskurve, blieb aber glücklicherweise unverletzt.
Hütter wusste unmittelbar nach dem Rennen, wo sie eine mögliche Medaille eingebüßt hatte. Ein Fehler im Mittelteil kostete entscheidende Zeit um Edelmetall. „Ohne diesen Fehler hätte ich um Bronze fahren können“, sagte die Steirerin. Bis dahin lag sie sogar vor der späteren Olympiasiegerin. Trotz der Enttäuschung gibt es für die 33-Jährige mit der Teamkombi und dem Super-G in Cortina noch zwei Medaillenchancen. Der Sturz von Lindsey Vonn hinterließ auch bei Cornelia Hütter Spuren. Sie berichtete, bewusst weggesehen zu haben, um sich am Start nicht aus der Konzentration bringen zu lassen, äußerte jedoch große Sorge um ihre frühere Rivalin und wünschte rasche Genesung.
Auch die weiteren österreichischen Starterinnen konnten nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Rädler, mit Startnummer zwei früh in Führung gelegen, musste sich letztlich mit Rang acht, was ihr bestes Olympiaergebnis bedeutete, zufriedengeben. Puchner hatte nach längerer Startunterbrechung und dem Miterleben von Vonns Sturz Schwierigkeiten, den nötigen Rennrhythmus zu finden. Ortlieb zeigte nach ihrem Ausfall Selbstkritik, war jedoch erleichtert, die Olympiaabfahrt ohne Verletzung überstanden zu haben.
Johnson schreibt US-Skigeschichte
Auf dem Podest jubelten schließlich Johnson, Aicher und Goggia. Johnson gelang damit, wie tags zuvor dem Schweizer Franjo von Allmen bei den Männern, das seltene Kunststück, innerhalb eines Jahres WM- und Olympiagold zu gewinnen. Zudem ist sie erst die zweite US-Amerikanerin, die olympisches Abfahrtsgold holte. Die erste war Lindsey Vonn 2010 in Vancouver. Zudem siegte Johnson wie schon in Saalbach-Hinterglemm bei den Weltmeisterschaften 2025 an einem 8.Februar. In der Teamkombination gibt es noch eine weitere Medaillenchance für die 30-Jährige, die bisher immer noch kein Weltcuprennen gewann.
SKI ALPIN, Abfahrt Frauen:
GOLD: Breezy Johnson USA
SILBER: Emma Aicher GER
BRONZE: Sofia Goggia ITA
weiters: 4.Cornelia Hütter. 8.Ariane Rädler,
11.Mirjam Puchner, DNF Nina Ortlieb
EISSCHNELLLAUF, 5000m Männer;
GOLD: Sander Eitrem NOR
SILBER: Metodej Jilek CZE
BRONZE: Riccardo Lorello ITA
weiters: 18.Alexander Farthofer
LANGLAUF, Skiathlon Männer:
GOLD: Johannes Kläbo NOR
SILBER: Mathis Desloges FRA
BRONZE: Martin Nyenget NOR
weiters: 41.Mika Vermeulen
SNOWBOARD, Parallel-Riesentorlauf Männer:
GOLD: Benjamin Karl
SILBER: Kim Sangkyum KOR
BRONZE: Tervel Samfirow BUL
weiters: 8.Andreas Promegger, 17.Alexander Payer,
20.Fabian Obmann
SNOWBOARD, Parallel-Riesentorlauf Frauen:
GOLD: Zuzana Maderova CZE
SILBER: Sabine Payer
BRONZE: Lucia Dalmasso ITA
weiters: 16.Claudia Riegler, 22.Martina Ankele
BIATHLON, Staffel Mixed:
GOLD: Frankreich
SILBER: Italien
BRONZE: Deutschland
weiters: 7.Österreich (Unterweger, Eder, Gandler. Hauser)
RODELN, Einsitzer Männer:
GOLD: Max Langenhahn GER
SILBER: Jonas Müller
BRONZE: Roland Fischnaller ITA
weiters: 5.Nico Gleirscher, 8.Wolfgang Kindl
EISKUNSTLAUF, Teambewerb:
GOLD: USA
SILBER: Japan
BRONZE: Italien
08.02.2026
TAG 1: Franjo von Allmen hat seine Ausnahmestellung im Abfahrtssport eindrucksvoll bestätigt. Ein Jahr nach seinem WM-Triumph sicherte sich der Schweizer bei seinem Olympiadebüt auf der berüchtigten Stelvio in Bormio die Goldmedaille. Mit einer nahezu perfekten Fahrt verhinderte der 24-Jährige einen Doppelsieg der Gastgeber. Italiens Shootingstar Giovanni Franzoni gewann Silber, Routinier Dominik Paris holte Bronze. Bester Österreicher wurde Vincent Kriechmayr auf Rang sechs.
Die Medaillenentscheidung auf der extrem anspruchsvollen Strecke entwickelte sich zu einem hochspannenden Schlagabtausch. Hohe Geschwindigkeiten, harte Schläge und weite Sprünge forderten den Athleten alles ab. Zwischenzeitlich durften die Schweizer sogar auf einen Doppelerfolg hoffen, doch Franzoni schob sich im letzten Renndrittel noch vor Weltcup-Dominator Marco Odermatt. Odermatt, Sieger mehrerer Abfahrten in dieser Saison, musste sich letztlich mit Platz vier begnügen. Paris sicherte sich mit einer halben Sekunde Rückstand seine erste Olympiamedaille im zehnten Olympia-Rennen.
„Es fühlt sich wie ein Film an. Ich wollte diesen Moment einfach genießen“, sagte von Allmen. Franzoni sprach von der größten Bühne, auf der er sich ein Podest habe vorstellen können. Auch Paris betonte den hohen Stellenwert seiner ersten Olympiamedaille.
Enttäuschung herrschte hingegen bei Vincent Kriechmayr. Der Oberösterreicher zeigte lange eine starke Leistung, lag zwischenzeitlich sogar in Führung, verlor jedoch im unteren Streckenteil entscheidende Zeit. Am Ende fehlten aber doch 0,77 Sekunden auf Bronze. „In der Traverse bin ich zu tief gewesen, da habe ich fast sechs Zehntel verloren“, sagte der 34-Jährige.
Daniel Hemetsberger überzeugte trotz schwieriger Voraussetzungen. Zwei Tage nach einem heftigen Trainingssturz ging der Oberösterreicher mit gebrochener Nase an den Start. Zwar erwischte er keine fehlerfreie Fahrt, kämpfte sich aber mit großem Einsatz ins Ziel und belegte Rang sieben. „Nach dem, was die letzten Tage passiert ist, muss ich froh sein, dass ich überhaupt fahren konnte“, sagte Hemetsberger. Stolz sei er dennoch, alles aus sich herausgeholt zu haben.
Für die übrigen österreichischen Starter verlief das Rennen enttäuschend. Riesentorlauf-Weltmeister Raphael Haaser kam nicht über Platz 15 hinaus. Stefan Babinsky wurde bei seiner Olympiapremiere gar nur 26.
SKI ALPIN, Abfahrt Männer:
GOLD: Franjo von Allmen SUI
SILBER: Giovanni Franzoni ITA
BRONZE: Dominik Paris ITA
weiters: 6.Vincent Kriechmayr, 7.Daniel Hemetsberger,
15.Raphael Haaser, 26.Stefan Babinsky
LANGLAUF, Skiathlon Frauen:
GOLD: Frida Karlsson SWE
SILBER: Ebba Andersson SWE
BRONZE: Heidi Weng NOR
weiters: 9.Teresa Stadlober
EISSCHNELLLAUF, 3000m Frauen:
GOLD: Francesca Lollobrigida ITA
SILBER: Ragne Wiklund NOR
BRONZE: Valerie Maltais CAN
weiters: 19.Jeannine Rosner
SKISPRINGEN, Normalschanze Frauen:
GOLD: Anna Odine Ström NOR
SILBER: Nika Prevc SLO
BRONZE: Nozomi Maruyama JPN
weiters: 4.Lisa Eder, 22.Julia Mühlbacher,
24.Lisa Hirner, 35.Maghan Wadzak
FREESTYLE, Snowboard Big Air Männer:
GOLD: Kira Kimura JPN
SILBER: Ryoma Kimata JPN
BRONZE: Su Yiming CHN
weiters: 18.Clemens Millauer
07.02.2026
